Nicht nur für High Yields und Fallen Angels könnte jetzt ein potenziell guter Einstiegsmoment sein, sondern auch für bestimmte Corporate Bonds mit Investment Grade. Unser Partner Stratton Street Capital hält viele Quasi-Sovereigns für derzeit unterbewertet. Damit sind Bonds von staatsnahen oder staatseigenen Unternehmen gemeint, die zum Teil nur mit einem Triple-B geratet sind. Ein Beispiel ist der mexikanische Erdölkonzern PEMEX, der seit einiger Zeit in hausgemachten Problemen steckt und nun noch unter dem gesunkenen Ölpreis leidet. Deshalb sind die Anleihepreise unter Druck geraten. Das hat sich auch in den Stratton-Street-Anleihefonds im September bemerkbar gemacht. Wer sich allerdings des Stellenwerts von PEMEX in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Geschichte Mexikos bewusst ist, der weiß, dass die mexikanische Regierung hier niemals einen Default zulassen wird. Doch der Staat als Backup ist nicht adäquat eingepreist, meint Stratton Street. Und da in den großen Währungsräumen nun auf unabsehbare Zeit mit niedrigsten Zinsen zu rechnen ist, dürften die Spreads der Quasi-Sovereigns zu den „echten“ Staatsanleihen höchster Bonität bald wieder sinken – und die Bewertungen entsprechend steigen.

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